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Schritt für Schritt die Kunst des Pfeifenrauchens lernen

Alleskönner stopfen schnell und fest den Tabak in die Pfeife, zünden an und ziehen was das Zeug hält. Dabei gibt es drei Möglichkeiten. Entweder, ein Zufallstreffer überzeugt von dieser Methode, der "Kolben" geht ständig aus oder es knackt und riecht nach Holz. Dann wird zum zweiten Versuch eine neue Pfeife benötigt.

Der richtige Weg ist, zunächst den Tabak zu öffnen und ihn zwischen die Finger zu nehmen. Fühlt er sich sehr feucht an, dann die oberste Schicht aufgelockert lüften und die Trocknung immer wieder kontrollieren.

Es gibt Tabak, der gerollt und gepreßt in Scheiben geschnitten wird, vergleichbar mit einem Rollschinken. Bei diesen Sorten kleben die Tabakfasern sehr fest zusammen und müssen vor dem Stopfen vollständig gelockert werden. Selbst für Profis ein mühsames Unterfangen. Anfänger sollten solch einen Tabak meiden, auch wenn er interessant aussieht.

Ein Auto wird eingefahren, ein Pferd zugeritten, eine Pfeife eingeraucht. Viele Händler erklären, daß eine vorgerauchte Pfeife von Anfang an voll gefüllt werden kann. Besser ist die herkömmliche Drittelmethode. Man raucht einige Pfeifen mit einer Drittelfüllung, erhöht auf zwei Drittel und wagt sich erst dann an eine Komplettfüllung heran. Die Kohle muß sich unten stärker als oben entwickeln.

Der Tabak wird unten locker und nach oben hin fester gestopft, aber keinesfalls gepreßt. Der größte Anfängerfehler ist eine zu fest gestopfte Pfeife. Eine zu locker gestopfte kann jederzeit während des Rauchens berichtigt werden. Beim erstes Anzünden, natürlich mit Ziehen an der Pfeife, richtet sich die oberste Tabakschicht auf. Mit dem Pfeifenstopfer die angebrannte Oberfläche leicht glätten und nochmals so lange anzünden, bis die ganze Füllung glüht.

Man hüllt sich höchstens beim Anzünden in Qualm ein, danach sollte nur leichter Rauch aufsteigen, wie nach der Papstwahl. Spätestens wenn der Zug zu leicht wird, kommt der Stopfer zum Einsatz. Besser ist es, regelmäßig zu stopfen. Dabei nur leichten Druck ausüben, der glimmende Tabak soll ja nicht gelöscht werden.

Pfeifenraucher paffen, nur Hartgesottene schädigen sich mit Lungenzügen. Ein empfindlich reagierendes Organ ist die Zunge. Sie ist Speisen, Wein, Bier und Schnaps gewohnt, jedoch keinen heißen Tabakrauch. Sie nimmt die ersten Rauchversuche sehr übel, gewöhnt sich jedoch schnell daran, wenn zwei Parameter stimmen: Der Raucher pafft nicht zu hastig und der Tabak stimmt zur Sensibilität der Zunge, die bei jedem Menschen anders ausgeprägt ist. Die Tabaksorte ist z.B. bei mir viel wichtiger als die Paffgeschwindigkeit.

Vor Anzünden der Pfeife sollte überlegt werden, ob man genügend Zeit zur Verfügung hat, um die Pfeife zu Ende zu rauchen. Muß man doch zwischendrin aufhören, dann am besten die Pfeife ausräumen. Es stinkt und qualmt zwar, mit Abkühlen der Pfeife und durch die vorhandene Hitze verdampft jedoch das Kondensat und am nächsten Tage ist die Pfeife wieder trocken. Grundsätzlich braucht eine Pfeife 24 Stunden Ruhezeit.

Wurde die Pfeife fertig geraucht, was wie erwähnt immer Ziel sein sollte, dann unbedingt liegenlassen bis sie abgekühlt ist, bevor eine Reinigung erfolgt. Die Asche kann so das Kondensat aufsaugen. Fängt die Pfeife zu sabbeln an, sofort mit dem Pfeifenreiniger den Holm reinigen, evtl. auch das Mundstück. Bei frei im Mund gehaltener Pfeife darauf achten, daß kein Speichel in die Pfeife fließt und das Kondensat vermehrt.

Manche Zeitgenossen äußern den Wunsch, Ihre Pfeife probieren oder ausleihen zu dürfen. Niemals darauf eingehen. Bügeleisen, Frau und Pfeife verleiht man nicht. Keines bekommt man unbenutzt zurück.

eBook Pipe - Das Tabakpfeifen-Kompendium

Das Tabakpfeifen-Kompendium gibt es für Anfänger und Fortgeschrittene auch als eBook oder Taschenbuch, fast doppelt so umfangreich wie diese Seiten und mit interessanten Ergänzungen.

Außerdem findet man als weiteres eBook eine Blitzführer-Checklist. Dies ist die wohl schnellste Einführung in die Welt des Pfeifenrauchens, ultimativ und konkret durch die Schritt-für-Schritt-Anleitung für eilige Anfänger.

Beide Bücher stellt JogiExperience, der Blog-Spezialist für Rauchkultur, hier als Video vor.

Kurzbeschreibung der Themen.

Der Pfeifenraucher: Eintauchen in die Welt der Tabak Pfeifen Raucher.

Pfeifenkauf: Welche Kriterien sind beim Pfeifenkauf zu beachten. Die Tabakpfeife sollte zu Ihrem Typ passen und muß nicht viel kosten. Zu prüfen sind die Größe des Pfeifenkopfes, Bohrung, Holzmängel, Holmbohrung und das Material sowie der Biß des Mundstückes.

Tabakauswahl: So kaufen Anfänger am Geschicktesten ihren ersten Pfeifentabak. Eine Kurzbeschreibung erklärt Tabaksorten, Tabakgeschmack, Geschmacksrichtung, Tabak-Schnittbreite und Raucheigenschaften.

Pfeifen Zubehör: Zum Pfeifenrauchen unbedingt benötigtes Zubehör sind Streichhölzer oder Pfeifen-Feuerzeug, Pfeifenstopfer mit Dorn oder Pfeifenbesteck, Pfeifenfilter, Pfeifenreiniger, Geräte wie Dreierkralle, Pfeifenfräser und Reinigungsfluid. Empfehlungen nach der Grundausstattung sind ein Pfeifen-Ascher, Pfeifenschrank, Pfeifenständer, Pfeifentasche, Tabakbeutel, Tabak-Vorratsdose und Pfeifenwachs.

Pfeife rauchen: Schritt für Schritt die Kunst des Pfeifenrauchens lernen. Ist der Pfeifentabak richtig feucht, Trocknung notwendig, Tabakpfeife richtig einrauchen, Kohlenstoffbildung, Kondensat, richtig stopfen und anzünden, Rauchgeschwindigkeit, Ruhezeit einer Pfeife wird hier neben Tips und Tricks erklärt.

Pfeifen reinigen: Tages- und Generalreinigung mit passendem Pfeifenzubehör und Pfeifen-Reinigungs-geräten richtig organisieren. Die Reinigung im Detail. Wie wackelige Mundstücke neu eingepaßt werden. Wir polieren Pfeife und Mundstück.

Pfeife genießen: Individuelle Genießer und Menschen findet man hinter Tabakpfeifen. Ernsthafte Pfeifenraucher zünden ihre Tabakpfeife nicht in unübersehbaren Situationen an. Die letzte Seite des Tabakpfeifen Kompendium beschreibt das Individuum Pfeifenraucher, Rauchstil und Rauchkultur.